Interview mit unserem Geschäftsführer Dieter Franz
Jana • 23. Dezember 2023
Projekte, Personen, Prognosen: Unser ECT Jahresrückblick!
Dieter Franz: Ein besonders aufregendes Projekt für uns wird die Teilnahme eines von uns auf Elektroantrieb mit H²-Brennstoffzelle umgerüsteten VW Amaroks an der Rallye Dakar sein. Die Teilnahme wird nicht nur unsere Technologie unter extremen Bedingungen testen, sondern auch unsere Innovationskraft unter Beweis stellen. Neben den Fahrzeug-Projekten waren auch die Produktion von weiteren fünf Hochvolt-Trainingssystemen für unseren langjährigen Kunden Christiani, der erste Prototyp eines voll-elektrischen Traktors des tollen Startup-Unternehmens ONOX, den wir mit 5 E-Motoren samt der Leistungselektronik ausgestattet haben, und die Zulassung sowie der offizielle Erstflug eines Ultraleicht-Elektro-FlugzeugsEntwicklung herausragende Meilensteine für uns.
Wie viele Projekte hat Ihr Unternehmen im letzten Jahr abgeschlossen, und wie viele ECT Autos wurden ausgeliefert?
DF: Wir haben eine breite Palette von Projekten dieses Jahr abgeschlossen, darunter die Umrüstung von fünf VW T6-Fahrzeugen (darunter auch Neufahrzeuge) die im harten, täglichen Einsatz für die Stadt Darmstadt unterwegs sind. Insgesamt haben wir im Rahmen des gesamten Projektes über zehn Fahrzeuge umgerüstet und geliefert. Darüber hinaus wurden ein Toyota Landcruiser (LC79 Double Cab, der Klassiker!) und zwei weitere VW T6.1 Neufahrzeuge erfolgreich umgerüstet und nach Norwegen geliefert. Und sehr stolz sind wir auch vermelden zu können, dass wir ganz aktuell den ersten Toyota Hilux (Neufahrzeug) mit Elektroantrieb umgerüstet haben, und für diesen Prototypen am Freitag vor Weihnachten noch die TÜV-Zulassung erhalten haben. Ein krönender Abschluss für ein anspruchsvolles, tolles Jahr. Wir betreuten aber auch Prototyp-Projekte wie etwa die Umrüstung eines Renault Master und Toyota Hilux sowie eines Porsche 914.
Welche Herausforderungen haben Sie im Jahr 2023 erlebt?
DF: Wir standen vor einigen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Lieferengpässe, was jedoch mittlerweile normalisiert wurde. Zudem haben die hohen Preise auf dem Markt sowie die Einführung neuer Fahrzeugtypen und Umrüstsets zusätzliche Herausforderungen geschaffen. Die Programmierung neuer Technologien war ebenfalls eine anspruchsvolle Aufgabe.
Gibt es auch neue Märkte, auf denen Ihr Unternehmen aktiv geworden ist?
DF: Ja, wir haben unsere Präsenz in Norwegen und den Niederlanden ausgebaut, auch in Italien waren wir für einen großen Automobilhersteller im Einsatz, um den Antrieb, die Lenkung, die Energieversorgung, sowie ein Fernsteuersystem für ein autonom fahrendes Taxi in den ersten Prototypen einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Zudem haben wir uns verstärkt mit der Integration von Wasserstoff-Brennstoffzellen beschäftigt, um die Reichweiten unserer Fahrzeuge zu verlängern. Hierbei haben wir internationale Kooperationen aufgebaut, um diese Technologie weiter voranzutreiben. Hier sehen wir sehr viel Potential, vor allem im Bereich der kleinen Nutzfahrzege bis hin zur Klasse eines VW Crafter oder Mercedes Sprinter. Zudem haben wir, wie auch oben genannt, uns im Bereich der 4x4 Fahrzeuge mit unseren Umrüstungen etabliert und können hier nun eine ganze Palette von Fahrzeugtypen, die von den Herstellern nicht als E-Fahrzeug geliefert werden, auf Elektroantrieb umrüsten, wie VW Amarok, Toyota Hilux, und Toyota Landcruiser der 70er Baureihe.
Welche Herausforderungen erwarten Sie für das kommende Jahr, und gibt es bereits Pläne für neue Projekte?
DF: Im Ausblick auf das neue Jahr stehen mehrere Projekte im Bereich VW Crafter an manche davon auch mit H²-Brennstoffzelle für eine erweiterte Reichweite von bis zu 500 km! Wir werden auch 2024 unser Portfolio erweitern, z.B. mit dem Mercedes Sprinter. Zudem wollen wir unser Umrüstsystem noch weiter verbessern, die Leistung erhöhen, und weiter modularisieren, um die Umrüstungen noch weiter zu vereinfachen. Wir planen auch, unser Team mit neuen Mitarbeitern zu verstärken, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Vielen Dank für diese Einblicke in Ihr Unternehmen und die spannenden Entwicklungen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für die Zukunft.
DF: Vielen Dank für die Fragen.
An dieser Stelle möchte ich mich unbedingt bei meinem gesamten Team bedanken, ohne deren Einsatz, manchmal über die Grenzen hinaus, keines der Projekte so erfolgreich gewesen wäre. Allen Mitarbeitern, egal ob langjährig dabei oder in diesem Jahr dazugestoßen, gebührt hier großen Respekt. Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Zusammen mit unseren Partnerfirmen E-Lions H2 und IONTRAK energy GmbH, haben wir einen VW Crafter auf Elektro umgerüstet und diesen mit einer Brennstoffzelle ausgestattet. Die Besonderheit an diesem Crafter ist, das besonders niedrige und lange COXX-Fahrgestell für einen besonders niedrigen Ladeboden. Das Fahrzeug ist aktuell auf der IAA Transportation 2026 vom 15.09. - 20.09. ausgestellt.

,, Ein weiterer Schritt in Richtung Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger von Renfrizhausen: Ein neuer Defibrillator wurde am Wareneingang der Firmengruppe Brombach + Gess, B+G Metall und E-Car-Tech, am ehemaligen Dreher Gebäude, installiert. Dank einer großzügigen Zusammenarbeit zwischen lokalen Unternehmen und der Stadt Sulz, mit dem Ortschaftsrat Renfrizhausen, steht den Einwohnern damit bereits der dritte Defibrillator im Dorf zur Verfügung. Die Idee zur Anschaffung des lebensrettenden Geräts entstand während eines regelmäßigen Meetings, bei dem das Thema Arbeitssicherheit im Fokus stand. Schnell wurde klar, dass nicht nur die Mitarbeiter der Firma, sondern auch die Allgemeinheit von einem zusätzlichen Defibrillator profitieren sollte. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig, aber wir wollen auch einen Beitrag zur Sicherheit des gesamten Dorfes leisten“, betonte Michaela Franz der Firma E-Car-Tech. Die Kosten für den Defibrillator teilen sich die Firma E-Car-Tech, Brombach + Gess und B+G Metall. Die Stadt Sulz und der Ort Renfrizhausen kamen für das Gehäuse auf, in dem das Gerät sicher und wettergeschützt untergebracht ist. Ein besonderes Merkmal dieses Defibrillators ist seine Positionierung außerhalb des Gebäudes am Wareneingang der Firmengruppe. Dadurch ist das Gerät nicht nur für die Firmenmitarbeiter zugänglich, sondern auch für die gesamte Dorfgemeinschaft – und das rund um die Uhr. Zudem ist es transportabel und kann im Notfall schnell an verschiedene Einsatzorte gebracht werden. „Wir sind stolz darauf, dass wir nun drei Defibrillatoren in unserem Dorf haben“, sagte Reiner Kimmich ehemaliger Ortsvorsteher von Renfrizhausen. Neben dem neuen Gerät bei der Firma E-Car-Tech gibt es bereits zwei weitere am Sportplatz und am Kirchberg, die ebenfalls öffentlich zugänglich sind. „Damit sind wir in der Lage, im Ernstfall schnelle Hilfe zu leisten und Leben zu retten“, so Ortsvorsteher Volker Tietze weiter. Die Installation des Defibrillators zeigt, wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenarbeit in Renfrizhausen sind. Mit vereinten Kräften haben Unternehmen und die Stadt für mehr Sicherheit im Alltag gesorgt – ein echter Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger. “ Quelle: https://www.nussbaum.de/entdecken/lokale-news/neuer-defibrillator-in-renfrizhausen-zusammenarbeit-staerkt-die-sicherheit-2189676

Das Fazit: liebe Amarok und E-Car-Tech Fans weltweit, die Rallye Dakar 2024 ist vorbei! Ein riesiges Spektakel, 3 Wochen Action, wenig Schlaf, viel Schrauben, viele Kilometer abgespult, 21 mal Zelt auf- und abgebaut, viel Sand, Staub und Dreck, geschwitzt, gefroren, ab und zu mal leise geflucht, gebangt, gehofft, Daumen gedruckt, sehr viel gelernt, viel geschrieben, viele Bilder geknipst, auf jeden Fall: viel erlebt, es war ein Spektakel der besonderen Art! Und wir haben das gesteckte Ziel erreicht: der Amarok hat alle Wertungsprüfungen durchgestanden (bis auf 2, die nicht fertiggefahren wurden), hat 796km von 922 zu fahrenden Kilometern absolviert, und ist damit auf den 7. Platz der Mission Mille gefahren. Unser Antriebssystem hat den Härtetest in der Wüste mit Bravour bestanden, auch das Wasserstoff-Brennstoffzellen-System hat gut funktioniert, der Amarok selbst hat auch durchgehalten, wenn auch mit einigen Blessuren. Aber wir haben gezeigt, dass ein von E-Car-Tech umgerüstetes Fahrzeug sich auf der härtesten Rallye der Welt sehr wohl behaupten kann! Hier auch ein herzliches Dankeschön für alle, die uns die Stange gehalten und mitgefiebert haben, und alle die mitgeholfen haben, vor allem aber unserem Team zuhause, das durch seinen unermüdlichen Einsatz das Fahrzeug überhaupt erst pünktlich fertiggestellt hat! Dieser Kanal schließt jetzt, bis zu einer eventuellen Dakar 2025, wer weiß? Euer Dieter Franz

'Fast schon Routine, aber trotzdem besonders: heute kommen die letzten Updates über die Teilnahme des von E-Car-Tech umgerüsteten VW Amarok an der Rallye Dakar, denn heute am 19. Januar 2024 steht die letzte Wertungsprüfung der Rallye an, mit folgendem TV-Auftritt, Siegerehrung und großer Abschiedsparty in Yanbu! Während die Asse in der Königsklasse wie Sebastian Loeb, Stefan Peterhansel, Carlos Saints, und wie sie alle heißen, voll im medialen Rampenlicht stehen, ist unsere Klasse, die Mission Mille, eher bescheidener von den Medien bedrängt... Allerdings war das ja auch das erste Mal, dass diese Klasse der Null-Emmissions- Fahrzeuge ausgetragen wurde. Für nächstes Jahr haben schon mehrere neue Teams ihr Interesse angemeldet, es sieht also so aus als ware der Grundstein für die nächsten Jahre gelegt! Heute also nochmal eine letzte Stage rund um Yanbu, sandige Strecken durch Hügel und Berge und über weite Flächen mit anspruchsvoller Navigation. Heute "nur" 45 km, aber auch für müssen bewältigt werden! Leider sind heute nur noch 9 von eigentlich 10 Teilnehmern dabei, der Fahrer des privaten spanischen Motorradteams "Bat Power Racing" einen spektakulären Sturz hinlegte: Rahmenbruch bei 125 km/h ! Zufällig gefilmt aus einem begleitenden Hubschrauber, das Video ist auf den socials zu finden. Glücklicherweise ist der Fahrer ok, aber das Motorrad irreparabel beschädigt. Alle anderen sind am Start gut weggekommen, unser Amarok wieder in bewährter Manier als zweitletzter vor dem Truck. Was nicht so schlecht ist, denn so kann er am Ziel maximal einen Platz verlieren 🙂 Um 11:58 gestartet, erreichten sie um 12:58 nach exakt einer Stunde das Ziel, haben also von 12 Wertungsprüfungen plus Prolog, also 13 Wertungen, 11 mit Zieldurchfahrt beendet! Ein Super-Ergebnis, mit dem alle hochzufrieden sein können. Weitere Infos und Bilder später.'

'Heute gibt es nur ein kurzes Update, da ich mich mit einer Erkältung rumschlage und nicht ganz fit bin. Also, 11. Wertungsprüfung, die zweitletzte. Alle 10 Fahrzeuge am Start, und sind auch gut losgekommen. Heute total andere Szenerie, steinige Piste, sehr viele Berge, enge Täler, wieder liegt eine anspruchsvolle Navigation vor den beiden. Wir drücken die Daumen!'





